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Daytona 24H Rennen

Porsche 963 wahren ihre Siegchancen bei den 24 Stunden von Daytona

  • Alle vier Porsche 963 peilen nach 18 von 24 Stunden ein Topergebnis an
  • Werksteam Porsche Penske Motorsport liegt vor Rennfinale auf Platz eins
  • 911 GT3 R von AO Racing weiterhin in Kontakt zur GTD-Pro-Führung
  • Alle vier Kunden-Porsche in der GTD-Klasse noch im Rennen
  • Die 24 Stunden von Daytona enden um 13:40 Uhr Ortszeit (19:40 Uhr MEZ)


Das Werksteam Porsche Penske Motorsport kämpft bei den 24 Stunden von Daytona um den Sieg. Nach drei Vierteln der Renndistanz lag zunächst der Porsche 963 mit der Startnummer 6 in Führung, kurze Zeit darauf rückte das Schwesterauto mit der 7 an die Spitze vor. Auch die Hybridprototypen der Kundenteams Proton Competition und JDC-Miller MotorSports besitzen noch veritable Chancen auf ein Topergebnis. In den GTD-Klassen befinden sich alle fünf Porsche 911 GT3 R weiterhin im Wettbewerb.

Die Anwärter auf den Gesamtsieg des Langstreckenklassikers in Daytona haben sich während der über 13 Stunden langen Nacht drastisch reduziert. Nach drei Vierteln der Renndistanz besaßen gegen 7:40 Uhr nur noch sechs der insgesamt zehn gestarteten Hybridprototypen der GTP-Klasse realistische Aussichten auf eine Topplatzierung - darunter alle vier Porsche 963. Mit 584 Runden auf der 5,730 Kilometer langen Kombination aus Hochgeschwindigkeits-Oval und Straßenkurs im Innenbereich konnte sich die Startnummer 6 auf den ersten Rang schieben. Aufgrund einer unerlaubten Leistungsspitze, gemessen von offiziellen Sensoren, musste sie wenig später aber eine Zehnsekundenstrafe antreten. Dadurch fiel das Fahrzeug auf die fünfte Position zurück. Den 519 kW (706 PS) starken Rennwagen des Werksteams Porsche Penske Motorsport teilen sich Nick Tandy aus Großbritannien, die beiden Franzosen Mathieu Jaminet und Kévin Estre mit dem Belgier Laurens Vanthoor. Das Schwesterauto des Brasilianers Felipe Nasr, Matt Campbell aus Australien und der beiden US-Amerikaner Dane Cameron und Josef Newgarden rückte hierdurch auf den zweiten Platz vor. Kurze Zeit danach setzte es sich an die Spitze. Ebenso wie die baugleichen Porsche 963 der beiden Kundenteams kamen sie bei milden Luft- und Asphalttemperaturen von knapp über 20 Grad Celsius ohne größere Probleme durch die Dunkelphase.

Der 963 von Proton Competition lag sechs Stunden vor dem Ziel auf Rang vier. Ihn pilotieren Neel Jani aus der Schweiz, Alessio Picariello aus Belgien sowie die beiden Werksfahrer Gianmaria Bruni (Italien) und Romain Dumas (Frankreich). Der Rennwagen von JDC-Miller MotorSports verteidigte die sechste Position. Hier teilen sich die beiden Briten Richard Westbrook und Phil Hanson das Steuer mit dem Niederländer Tijmen van der Helm und Ben Keating aus den USA.

"Für uns sieht es gut aus. Sechs Stunden vor dem Ziel haben sich die Strategien der Topfahrzeuge in der GTP-Klasse weitgehend angeglichen", erläutert Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh. "Wir müssen das Rennen jetzt cool zu Ende fahren. Alle vier Porsche 963 laufen technisch praktisch ohne Probleme."

GT-Klassen: Alle fünf Porsche 911 GT3 R nach 18 Stunden noch im Rennen
In der GTD-Pro-Klasse lieferte der 911 GT3 R von AO Racing während der Nacht eine konstante Vorstellung ab. Je nach Boxenstopp-Rhythmus pendelte der bis zu 415 kW (565 PS) starke GT3-Rennwagen des Briten Sebastian Priaulx, des ehemaligen Porsche-Juniors Laurin Heinrich aus Deutschland und des dänischen Porsche-Werksfahrers Michael Christensen zwischen einer Podiumsplatzierung und Rang fünf. Nach 16 von 24 Stunden lag die "Rexy" genannte Startnummer 77 weiterhin in Reichweite zu den Führenden. Damit besitzt sie alle Chancen auf ein Topergebnis.

Auch die vier Porsche der GTD-Kategorie sind weiterhin im Rennen. Der 911 GT3 R von Wright Motorsports lag auf dem siebten Rang dieser Klasse, in der sich Profis das Cockpit mit sogenannten Gentlemen-Fahrern teilen. Auf den Positionen zehn, zwölf und 13 folgten die Fahrzeuge von Andretti Motorsports, Kellymoss with Riley und MDK Motorsports.

Die 24 Stunden von Daytona enden am heutigen Sonntag um 13:40 Uhr Ortszeit (19:40 Uhr MEZ).

Fahrerstimmen zum bisherigen Rennverlauf
Nick Tandy (Porsche 963 #6): "Mit den letzten Stunden in der Nacht, bevor die Sonne wieder aufgegangen ist, stellten sich auch die geringsten Asphalttemperaturen ein - das hat dem Auto, den Reifen und auch der Crew in der Boxengasse sehr geholfen. Bei diesen Bedingungen macht das Fahren viel Spaß. Wir sind nah an der Spitze und konkurrenzfähig. Mal sehen, was uns die letzten sechs Rennstunden bringen."

Felipe Nasr (Porsche 963 #7): "Wir sehen mit unserem Nummer-7-Porsche ganz gut aus, auch wenn wir gegenüber dem Schwesterauto auf eine alternative Taktik umgestellt haben und die Reifen jeweils für Doppelstints nutzten. Viele andere Autos waren zeitgleich auf neuen Pneus unterwegs. Wir haben auch mit der Tankstrategie einen guten Job gemacht und können jetzt bis zum Rennende richtig angreifen. Ich denke, wir sind gut gewappnet. Wenn wir konzentriert bleiben und uns weiterhin keine Fehler erlauben, könnte es für uns am Ende zu einem guten Resultat reichen."

Neel Jani (Porsche 963 #5): "Wir hatten zwischendurch ein paar Probleme und verloren dadurch eine Runde. Die konnten wir in den frühen Morgenstunden zurückgewinnen, das war wichtig. Jetzt läuft das Rennen immer besser für uns, denn für uns ist es eine Art Test - alle anderen haben hier im Dezember getestet, wir waren noch nie hier. Alessio Picariello und Romain Dumas saßen überhaupt zum ersten Mal im Auto, deswegen lernen wir Runde für Runde dazu."

Phil Hanson (Porsche 963 #85): "In meinem ersten Stint konnten wir die weichere Reifenmischung einsetzen, das war hilfreich. Jetzt wollen wir mit Single-Stints bis zum Rennende weitermachen, das ist speziell im zweiten Streckensektor gut für unsere Performance. Wir liegen sechs Stunden vor dem Ende noch immer in der Führungsrunde und haben weiterhin alle Chancen. Vielleicht gibt es ja ein turbulentes Finale, das uns nutzt."

Laurin Heinrich (Porsche 911 GT3 R #77): "Ich bin von der Nacht in den Tag gefahren - das immer sehr schön. In meinem Doppelstint haben wir planmäßig die Bremsen gewechselt, allerdings zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Dadurch sind wir eine Runde zurückgefallen. Vielleicht haben wir Glück und können die Runde bei einer Gelbphase wieder aufholen. Weil das Trinksystem im Auto ausgefallen ist, mussten wir von Triple- auf Doppelstints umstellen. Wir hoffen auf einen richtigen Endspurt."

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